Bundesweite Tarifförderung für Anlagen auf Gebäuden 5 kWp bis 200 kWp

Die Tarifförderung ist im bundesweit gültigen Ökostromgesetz geregelt. Das Ökostromgesetz besteht seit dem Jahr 2002 und wurde bereits mehrfach novelliert. Die Ökostromtarifförderung gilt für Anlagen die größer als 5 kWp sind. Für den in das Stromnetz eingespeisten Strom wird ein Fördertarif gewehrt. Die Höhe der Einspeisetarife wird jährlich per Verordnung (Ökostromverordnung) geregelt. Nach Vertragsabschluss gelten die Tarife für 13 Jahre. Pro Jahr steht für die Photovoltaik ein Förderbudget von 8 Millionen Euro zur Verfügung. Mit der Ökostrom-Einspeisetarifverordnung 2012 ist neu, dass es bei Aufdachanlagen zusätzlich zum Fördertarif einen einmaligen Investzuschuss gibt und inzwischen gibt es nur mehr die Förder-Größenklasse (größer 5 kWp bis 200 kWp; Modulspitzenleistung) pro Anlagenart.

 

Antrag zur Ökostromtarifförderung 2015:

Förderstart ist am 7. Jänner 2015, 17 Uhr.

Die Förderanträge können ausschließlich online über die Homepage eingebracht werden: Online Fördereinreichung. Die Antragstellung via Fax, Post oder E-Mail ist nicht möglich.

Ein Förderantrag kann nur dann bei der Ökostromabwicklungsstelle eingebracht werden, wenn weder mit der Errichtung noch mit einer Revitalisierung der begonnen wurde.

Die Antragstellung erfolgt 2015 grundsätzlich wieder in zwei Schritten:

Als ersten Schritt lösen Sie ein sogenanntes „Ticket“, um die grundlegenden Daten einzugeben. Dieser Schritt ist für die anschließende Reihung im Kontingent entscheidend.

In einem zweiten Schritt ist der Förderantrag zu vervollständigen (frühestens 18 Stunden nach der Ziehung des Tickets; “Login mit Ticket”). Für diesen zweiten Schritt haben Sie 168 Stunden (7 Tage) Zeit. Den genauen Zeitraum für die Vervollständigung Ihres Tickets finden Sie in der Ticket-Bestätigungsmail bzw. auf Ihrem Bildschirm nach erfolgreicher Ticketziehung.

Leitfaden Ticketsystem ab 2015

 

Tarifförderung 2015:

Ab dem Jahr 2015 ist die Gewährung von Förderungen für Photovoltaik-Anlagen, die sich nicht auf einem Gebäude befinden, sowie für Photovoltaik-Anlagen mit einer Engpassleistung von über 200 kWpeak laut Verordnung ausgeschlossen. Siehe § 13a. (4) Ökostrom-Einspeisetarifverordnung 2014

Der Einspeisetarif für elektrische Energie aus PV-Anlagen mit einer Engpassleistung von über 5 kWpeak bis 200 kWpeak, die ausschließlich an oder auf einem Gebäude angebracht sind beträgt 11,5 Cent pro eingespeister Kilowattstunde. Zusätzlich erhält man einmalig einen Investitionszuschuss von  30% der Investitionskosten (höchstens 200 Euro/kW). Siehe dazu auch Ökostrom-Einspeisetarifverordnung 2015

Eine Förderung aus dem Resttopf (Netzparitätstarif) wird im Jahr 2015 nur mehr gebäude- und fassadenintegrierten PV-Anlagen die kleiner als 20 kWp sind, gewährt und nur solange ein Budget vorhanden ist. Diese Anlagen werden mit 18 Cent pro eingespeister Kilowattstunde gefördert.

 

Förderbudget 2015:

Das reguläre Förderbudget beträgt 8 Millionen Euro.

Resttopfbudget für Photovoltaik im Jahr 2015: Der gesetzlich, zusätzlich vorhandene Resttopf, mit einem Förderbudget von 16 Millionen Euro für Ansuchen aus Wind-, Wasser- und Photovoltaikanlagen. Der Resttopf steht nur für gebäude- und fassadenintegrierte PV-Anlagen zur Verfügung mit einer maximalen Größe von 20 kWp.

 

Wichtige Informationen zur Antragstellung 2015:

Werden mehrere Ticket-Anträge, die dieselbe Anlage (Zählpunktbezeichnung) betreffen, eingebracht, ist nur das letzte Ticket gültig. Der Antrag kann somit nur mit dem zuletzt gezogenen Ticket vervollständigt werden!

Die OeMAG ist jederzeit berechtigt, Benutzer vom Zugriff auf das elektronische Abwicklungssystem auszuschließen. Daher ist insbesondere die Anwendung von automatisierten Eingabesystemen (“robots”) nicht zulässig und führt zum Ausschluss von der Antragstellung. Insbesondere bei Tickets, die innerhalb von 15 Sekunden nach Systemfreischaltung ausgefüllt abgeschickt werden, geht die OeMAG davon aus, dass diese Tickets nicht manuell, sondern mit sogenannten automationsgestützten Eingabesystemen („robots“) abgegeben wurden. Ähnlich wie im letzten Jahr ist geplant, ein Limit für die maximalen Zugriffe pro Minute einzuführen. Die genauen Informationen werden von der OeMAG noch rechtzeitig veröffentlicht.

Einige Antragsteller blockieren Förderbudgets für andere Antragsteller, indem sie zwar den Fördervertrag unterzeichnen, die Anlage aber nie errichten.

Aus diesem Grund führt die OeMAG einen Zwischenschritt ein, damit  bereits im laufenden andere Antragsteller nachrücken können: Antragsteller, die im Kontingent gereiht sind, erhalten von der OeMAG via E-Mail eine „Aufforderung zur Erfassung der übrigen vertragsrelevanten Daten“. Der Antragsteller hat dann innerhalb von 3 Monaten nach Erhalt dieser E-Mail geeignete Nachweise (zB. gegengezeichnetes Angebot, Rechnungen, Verträge etc.) über die Bestellung der beantragten Photovoltaikanlage zu übermitteln. Wird dieser Nachweis nicht erbracht, wird der Förderantrag des Ökostromerzeugers nicht weiter im Förderkontingent berücksichtigt.

 

Technische Voraussetzungen:

Für die Fördervergabe 2015 kann die Internet Explorer Version 6 oder älter aus technischen Gründen nicht mehr unterstützt werden. Wir bitten Sie daher, ein Update rechtzeitig durchzuführen oder auf einen anderen Browser umzusteigen (zum Beispiel Firefox, Chrome etc).

 

Alle wichtigen Informationen zur erfolgreichen Antragstellung stellt die OeMAG laufend auf ihre Homepage: Informationen_Antragstellung 2015 OeMAG

 

Links und Downloads:

Homepage der Förderstelle OeMAG: www.oem-ag.at

Ökostrom-Einspeisetarifverordnung 2015

Leitfaden_Antragstellung OeMAG

Ökostromgesetz 2012

 

 

Quelle: PV-Austria

 

   

 

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