Neue Förderung für Energiespeicher und Lastmanagementsysteme

Landesunterstützung für „missing link“

Die Vorreiterrolle der Steiermark im Bereich der Sonnenenergienutzung ist zwar nicht in Gefahr, doch hat heuer der Boom der letzten Jahre bei der Errichtung von Neuanlagen nachgelassen. Energie-Experten erklären sich diesen österreichweit zu verzeichnenden Trend darin, dass eine gewisse Sättigung auf dem Markt eingetreten sei. Der für Erneuerbare Energien und Klimaschutz zuständige Landesrat Siegfried Schrittwieser setzt daher auf eine neue Förderschiene, die wieder positive Impulse auslösen soll: Ab sofort gibt es für den Ankauf von elektrischen Energiespeichern und Lastmanagementsystemen eine Unterstützung durch das Land Steiermark.

Im Vorjahr wurden in der Steiermark die Ziele der eigenen Energie-Strategie gesprengt: Das ursprüngliche Plansoll für 2013 lautete, neue Photovoltaik-Anlagen mit einem Output von 5 Megawatt zu installieren. Das 13-fache ist aber daraus geworden, nämlich 65 Megawatt, die von 5000 neu errichteten Anlagen produziert werden. Heuer ging nach dem enormen Zuwachs die Nachfrage zurück - daher will Schrittwieser die Photovoltaik mit einer zusätzlichen Förderung wieder schmackhaft machen. „Bisher hat es viele Leute abgeschreckt, auf Photovoltaik zu setzen, weil sie damit Strom erzeugten zu Zeiten, wo sie ihn nicht selbst verbrauchen konnten. Inzwischen gibt es Anlagen, die genau diesem Problem sinnvoll entgegenwirken - und genau da setzen wir mit unserer neuen Förderung an", erklärt Schrittwieser.

In der jüngsten Zeit wurde seitens der Industrie intensiv an der Entwicklung von elektrischen Energiespeichern und Lastmanagementsystemen gearbeitet. Mittlerweile gelten derartige Anlagen auch als technisch ausgereift. Mit Hilfe der Energiespeicher ist es möglich, die von der Photovoltaik-Anlage produzierte Energie zu einem wesentlich höheren Anteil - weil auch zeitversetzt - selbst zu nutzen. Die Lastmanagementsysteme wiederum können die Verbraucher im Haushalt, wie etwa Boiler, Wäschetrockner oder Geschirrspüler, so steuern, dass sie erst dann aktiv werden, wenn die Photovoltaik-Anlage entsprechend Strom erzeugt. „Diese neue Förderung ist das ‚missing link‘ zu unserem bereits bestehenden Angebot. Damit wollen wir unsere Führungsposition im Bereich der Solarenergie nicht nur halten, sondern weiter ausbauen", zeigt sich Schrittwieser für die Zukunft zuversichtlich.

Für elektrische Energiespeicher gibt es je nach Anlagentyp eine Förderung zwischen 300 und 2500 Euro, Lastmanagementsysteme werden mit 300 Euro je Anlage gefördert. Förderansuchen können ab jetzt bis Ende 2015 bei der Förderstelle der Fachabteilung für Energie und Wohnbau eingereicht werden. Weitere Einreichstellen und die detaillierten Richtlinien zur Förderung von elektrischen Energiespeichern und Lastmanagementsystemen zur Anhebung des Eigenenergieverbrauchsanteils bei PV-Anlagen gibt es im Internet unter www.ich-tus.at bzw. unter Externe Verknüpfung www.technik.steiermark.at

 

(Quelle Amt der STMK LRG)

 

Weiterführende Links:

Externe Verknüpfung Richtlinie PV Speicher

Externe Verknüpfung Förderformular zur Richtlinie